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BIO-Bienenwachskerzen

Mit Bienenwachskerzen begann die Geschichte unseres Shops.

Nachdem wir viele Jahre lang (Duft-)Kerzen von verschiedenen Anbietern in unserem Zuhause haben brennen lassen, stolperten wir über einen eindringlichen Artikel über die Gefährlichkeit von Paraffin, synthetisch hergestellten und künstlichen Duftstoffen.

Viele Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Erdölindustrie, also einem nicht nachwachsendem Rohstoff, somit auch nicht nachhaltig. Beim Abbrennen der Paraffin-Kerze werden Stoffe wie Benzol, Toluol, Pestizide, Schwermetalle wie Blei, Nickel und Zink, die für den Menschen schädlich sind und u.a. zu Kopfschmerzen führen können freigesetzt.

Kommen dann noch Düfte dazu, die meist industriell aus Benzin und Kohlenteer hergestellt werden, wird es besonders heikel. So findet man in Duftkerzen sehr häufig Limonen (Formaldehyd), Citral, Farnesol, Linalool und viele weitere für die Gesundheit des Menschen schädliche Inhaltsstoffe.

Von Limonen beispielsweise ist bekannt, dass es die Schleimhäute reizt und Krebs verursachen kann.

Aber auch die anderen Zusätze können erheblichen Schaden anrichten. So sind tränende Augen, Husten, Schwindel, Übelkeit, Allergien, auch Hautausschläge, da die Duftstoffe auch über die Haut – und nicht nur über die Atemwege – aufgenommen werden, mögliche „Nebenwirkungen“.

Nachdem für uns klar war, dass es die „üblichen“ Kerzen nicht mehr in unser Haus schaffen würden, begann natürlich die Suche nach Ersatz. In Frage kamen Stearin-Kerzen, Kerzen aus Raps- oder Sojawachs. Doch auch hier stießen wir, was die Nachhaltigkeit betrifft, auf Bedenkliches. So wird beispielsweise Stearin meist aus Palmfett hergestellt, für dessen Herstellung oftmals große Flächen tropischen Regenwalds vernichtet werden müssen.

Schnell war klar, dass für uns nur Bienenwachskerzen in Frage kommen würden.

Damit begann erneut eine lange Recherche: warum bekommt man bei großen Onlineanbietern aus 100% reinem Bienenwachs Teelichter von für 0,50€ bis 1,50€ das Stück? Warum sind dieselben 100% reinen Bienenwachs-Teelichter im Bioladen für durchschnittlich 1,50€ bis 2,50€ zu erwerben?

Da waren viele Fragezeichen für uns, denen wir uns in monatelangen Recherchen stellten, bei Imkern nachhakten, in den „heiligen Hallen“ eines großen Herstellers von Bienenwachskerzen Einblicke erhalten durften, das Internet rauf und runter durchforsteten…

Lange Rede, kurzer Sinn: dass 100% reine Bienenwachskerzen die beste und natürlichste Alternative zu jeglicher anderen Kerze sind, war klar. Der Vorteil von Bienenwachskerzen: sie brennen langsam ab, haben somit eine längere Lebensdauer, sie setzen beim Brennen negative Ionen frei, die die Luft reinigen, was z. B. Staubmilben gar nicht mögen, die Produktion ist nachhaltig, sie verströmen ein natürliches Aroma von Blütenpollen und Honig und sehen zudem, zumindest empfinden wir so, noch schön aus.

Einmal in dem Thema drin, war unser Wissendurst noch lange nicht gestillt. Warum gibt es – vor allem noch in Österreich – BIO-Bienenwachskerzen und warum sind diese noch einmal um einiges teurer als die 100% reinen Bienenwachskerzen?

Hier verhält es sich ähnlich wie bei den ätherischen Ölen. Alle nennen sich „ätherische Öle“ – und doch gibt es signifikante Unterschiede, was z.B. die Reinheit betrifft, aber auch die nachhaltige und faire Produktion.

Außerdem gibt es auch hier etliche „schwarze Schafe“. So werden Bienenwachskerzen angeboten, die Wachs-Fälschungen vorweisen (es werden Kunstwachse verwendet, die eingefärbt und mit künstlichem Bienenwachs-Aroma oder Honig-Duft parfümiert werden). Ein weiteres Problem sind die Misch-Produkte. Hier enthält die Kerze tatsächlich echtes Bienenwachs, aber nur zu einem geringen Anteil, damit man die Etikettierung verwenden darf, – die Kerzen allerdings sind mit Paraffin oder Stearin gestreckt.

Auf der absolut sicheren Seite ist man mit BIO-Bienenwachskerzen. Und genau dafür haben wir uns entschieden 🙂  Nun kommt es auf den Imker an. Die Voraussetzungen und die Bedingungen für „ökologische Bienenhaltung“ sind europäisch geregelt. Die ökologische Qualität der Imkereierzeugnisse  wird in der Regel nicht über Geschmacksunterschiede, sondern vor allem über die Behandlung der Bienenvölker, die Umwelt sowie die Verarbeitungs- und Lagerbedingungen definiert.

Was macht nun der „BIO-Imker“ anders? Hier eine Gegenüberstellung:

BIO-Imkerei konventionelle Imkerei
Standort: ausgewählte Standorte: im Umkreis von 3 km um den Bienenstandort müssen die Nahrungsquellen für das Bienenvolk im wesentlichen aus ökologisch bewirtschafteten Flächen, Flächen mit natürlicher Vegetation oder solchen mit geringer Intensität, die im Rahmen von Agrarumweltprogrammen bewirtschaftet werden, vorhanden sein. Ein gezieltes Anwandern der Bienenvölker an landwirtschaftliche Intensivkulturen wie z.B. Raps ist nicht erlaubt. Aufstellung überall möglich
Krankheits-vorsorge: vorbeugende Maßnahmen; chemisch-synthtische allopathische Medikamente sind verboten. gut sortierter Medikamenten- und Antibiotika-Schrank einschließlich chemisch-synthetisch allopathische Medikamente stehen zur Verfügung
Bienenstock: ausschließliche Verwendung von natürlichen Materialien (Holz, Lehm, Stroh).  Als Anstriche dürfen nur ökologisch unbedenkliche Naturfarben verwendet werden. Verbot von Kunststoff sowohl bei den Waben als auch den Kästen. alles ist möglich (Kunststoff, Styropor…)
Bienen-Königinnen Flügel schneiden, um sie am Wegfliegen zu hindern ist verboten Flügelschneiden zur Schwarmverhinderung üblich
Wachskreislauf: eigener Wachskreislauf – in der BIO-Betriebsweise ist die Bewahrung der natürlichen Reinheit des Bienenwachses die Grundlage der Imkerei. Älteres Wachs wird konsequent vom BIO-Imker entfernt. Bei Bedarf Zukauf von BIO-zertifiziertem BIO-Wachs. Zukauf von Bienenwachs ohne Qualitätsnachweis. Kein konsequentes Entfernen von älterem Wachs.
Herbst-Winterfutter: ein Teil des eingetragenen Honigs wird belassen und im Herbst/Winter mit eigenen Pollen gefüttert. Nur in Ausnahmefällen darf BIO-Zucker aus kontrolliertem ökologischem Anbau verwendet werden. Fütterung mit konventionellem Zucker, Sirup oder Paste/Teig für Bienen.
Behandlung der Bienen beim Ernten des Honigs: Verbot von chemischen Sprays (sogenannte Repellents) Repellents werden üblicherweise verwendet.
Kontrolle: Einhaltung der ökologischen Betriebsweise nach den Richtlinien der BIO-Verbände sowie der EU Ökoverordnung wird jährlich von einer staatlich beauftragten Öko-Kontrollstelle vor Ort überprüft. Der Imker hat einer umfangreichen Dokumentations- und Aufzeichnungspflicht nachzukommen. Keine Vorschriften
Wachs-                  gewinnung: Nur durch natürliche Sonnenwärme geschmolzen (Sonnenwachs-Schmelzer) „Sonnenwachs“, ohne hydraulische Pressung und ohne Hocherhitzung. Unter sehr hohem Druck und starker Erhitzung wird das Bienenwachs aus den Waben geschleudert.v

Mit diesem Vorwissen begann nun die heimische Bienenwachs-Kerzenmanufaktur!

Unsere Kerzen bestehen zu 100% aus BIO-Bienenwachs, das selbstverständlich zertifiziert ist. Gerne senden wir Ihnen das Zertifikat auf Nachfrage zu!

Wir freuen uns sehr, wenn unsere kleine Kerzenmanufaktur Ihr Gefallen findet uns Sie uns als Familienbetrieb unterstützen möchten.

Momentan ist die Auswahl der Kerzen noch etwas eingeschränkt, – die Planung und die Produktion läuft aber und es werden nach und nach mehr Kerzenformen in den Shop aufgenommen.